RA Ehlscheid zur Verbrauchszahlenmanipulation der Automobilhersteller

Allgemein / Beitrag vom: 21.11.2016

 

Kaum ein Thema beschäftigt die Autoindustrie und die deutschen Kraftfahrer derzeit so, wie die bereits aufgedeckten und ständig hinzutretenden Skandale rund um die Manipulation von Verbrauchswerten unterschiedlicher Art.

Ende des Jahres 2015 gelangte an die Öffentlichkeit, dass namhafte Hersteller offenbar in großem Stil Manipulationen vorgenommen haben, um die Schadstoffausstoßwerte der Fahrzeuge im Rahmen des Neuen Europäischen Fahrzyklus (ENFZ) zu manipulieren.

Fehlerhafte Verbrauchsangaben bei Kraftfahrzeugen sind indes nichts Neues und die Einwendungen der Hersteller immer die gleichen. So rügte auch in diesem Fall die Verbraucherin die Tatsache, dass ihr Kraftfahrzeug deutlich mehr Kraftstoff verbrauche, als es nach Herstellerangaben der Fall sein dürfte. Wie immer verwies der Hersteller die Verbraucherin auch hier auf sein Allheilmittel, nämlich die Tatsache, dass die Verbrauchswerte unter Berücksichtigung des Neuen Europäischen Fahrzyklus zu verstehen seien und vor diesem Hintergrund in keiner Weise zu beanstanden. Spätestens seit dem so genannten Abgasskandal ist der Verweis auf die Ermittlung der Verbrauchswerte im Rahmen des Neuen Europäischen Fahrzyklus wohl nicht mehr geeignet, das Vertrauen des Verbrauchers in die Richtigkeit der Angaben zu stärken.

Der hiesige Fall zeigt allerdings wieder einmal, dass die Verbrauchswerte der Fahrzeuge auch unter Berücksichtigung einer Messung nach den Vorgaben des Neuen Europäischen Fahrzyklus unzutreffend und tatsächlich deutlich höher waren.

Dass die vom Hersteller angegebenen Verbrauchswerte nicht schlicht mit den Verbrauchswerten des Fahrzeugs im alltäglichen Betrieb verglichen werden können liegt auf der Hand. Ebenso deutlich zeigt sich aber, dass sich im Einzelfall bei deutlich über den Messwerten liegenden Verbrauchswerten eine Überprüfung lohnen kann.

Sollte sich im Rahmen einer sodann durchzuführenden gutachterlichen Überprüfung bestätigen, dass die Verbrauchswerte tatsächlich abweichen, so kommen Schadenersatzansprüche und Rückabwicklungsansprüche in Betracht, über die wir Sie im Einzelfall gerne beraten.

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